Verteidigungsministerium schafft Abteilung Weltraumpolitik

Das Verteidigungsministerium der Ukraine hat die Abteilung Weltraumpolitik (Space Policy) gegründet. Die Abteilung sollte inländische und ausländische Möglichkeiten für die Entwicklung der militärischen Nutzung des Landes vereinen, sagte die stellvertretende Verteidigungsministerin der Ukraine, Kateryna Tschernohorenko, bei der Konferenz Space For Ukraine.

Die Aufgabe der neu geschaffenen Abteilung seien die Ausarbeitung der regulatorischen und rechtlichen Normen, die Suche nach den neusten Technologien. Sie solle zudem als eine einzige Anlaufstelle für die Zusammenarbeit mit inländischen und ausländischen Stakeholdern in diesem Bereich - Entwickler, Wissenschaftler, Unternehmen, internationale Partner der Ukraine dienen.

Die Ukraine sammelte nach Worten von Tschernohorenko binnen drei Jahren der russischen Invasion dank ihren Partnern die wertvollste Erfahrung im Bereich Weltraum. „Trotz der Herausforderungen des Krieges haben wir unsere Ambitionen im Bereich Weltraum nicht nur bewahrt, sondern wir sind bereit, sie zu realisieren“, betonte sie. Auf der Grundlage der früheren Errungenschaften der ukrainischen Wissenschaftler und Industrie wolle die Ukraine neue Möglichkeiten für die Stärkung ihrer Streitkräfte schaffen. 

Das Ministerium präsentierte bei der Konferenz auch eine Road Map für den Bereich Weltraum für die nächsten zehn Jahre. Die Abteilung Weltraumpolitik werde in den ersten zwei Jahren eine Revision der notwendigen Infrastruktur durchführen, um kritische Bedürfnisse zu identifizieren. Auch strategische Dokumente sollten ausgearbeitet werden. Die nächste Phase umfasst die Entwicklung der eigenen Satelliten, der Systeme des Situationsbewusstseins und ihre Integration in die militärischen Technologien. Als letzter Schritt ist die Bildung einer Satellitengruppe für die Überwachung in Echtzeit und für globale Sicherheitsprojekte geplant.

Der EU-Kommissar für Verteidigung und Weltraum Andrius Kubilius sagte zuvor, das die Ukraine Zugang zu Weltraumprojekten der EU bekommen wird.