
Selenskyj: Putin will keine Feuereinstellung, solange Streitkräfte der Ukraine in Region Kursk sind
„Er (Putin – Red.) will nicht, dass wir auch nur einen unserer Soldaten in der Region Kursk lassen. Er will keinen Waffenstillstand, solange unsere Truppen in der Region Kursk sind“, betonte Selenskyj.
Er merkte auch an, dass Putin keinen Waffenstillstand wolle, weil er „sich nicht in einer schwachen Position befindet“.
Eine Waffenruhe könne nach Selenskyjs Ansicht durch erhöhten internationalen Druck auf Russland erreicht werden, ein „jahrelanger Waffenstillstand“ werde jedoch zu einem eingefrorenen Konflikt führen.
„Ich glaube, wenn diese Waffenruhe für Jahre ist, dann handelt es sich um einen eingefrorenen Konflikt. Und ich denke, dann ist das kein Ende des Krieges. Das ist sozusagen ein andauernder, eingefrorener Konflikt. Dann wissen wir nicht, wann es diese oder jene Eskalation geben wird, und der Krieg wird wieder ausbrechen“, sagte Selenskyj.
Ihm zufolge sollte ein Waffenstillstand der erste Schritt zur Aufnahme von Friedensverhandlungen sein.
Wie berichtet hatte US-Präsident Donald Trump am 18. März ein Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Putin.
Die Trump-Regierung gab bekannt, dass die russische Seite im Rahmen der von den USA vorgeschlagenen Initiative zur Herstellung von Frieden in der Ukraine begrenzten Angriffen auf Energie- und Infrastrukturanlagen der Ukraine zugestimmt habe.
Am 19. März erklärte Selenskyj zusammen mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb vor der Presse, dass man Russland nicht trauen könne, das unmittelbar nach der Ankündigung der Vereinbarung zwischen Trump und Putin, die entsprechenden Luftangriffe einzustellen, die Energie- und zivile Infrastruktur der Ukraine beschossen habe.
Foto: Büro des Präsidenten