
Wie russische Propagandisten „Punkte der Unbeugsamkeit“ diskreditieren wollen
Auf den russischen Telegram-Kanälen und im sozialen Netz VKontakte wurde eine Fake News über eine Kohlenmonoxid-Vergiftung von drei Menschen im „Punkt der Unbeugsamkeit“ in Charkiw veröffentlicht. Mehr dazu, es wurde berichtet, dass die ukrainischen Medien über diese Tragödie schrieben, doch dann ordneten vermeintlich die Behörden an, die Nachrichten darüber zu löschen. Angeblich berichtete darüber auch die Nachrichtenagentur Ukrinform.

Das war ein Fake. Das erste, was ins Auge fällt, ist eine nicht korrekte Übersetzung aus dem Russischen. In der Überschrift der gefälschten Nachricht heißt es, dass das „Kohlenmonoxid in Charkiw drei Menschen verlor (zahubyw)“. Das Wort „zahubyw“ bedeutet aber auf Ukrainisch, dass etwas nicht wiederfinden kann und die Überschrift stilistisch nicht korrekt ist. Außerdem veröffentlicht Ukrinform solche Nachrichten in der Rubrik „Regionen“ und nicht in der Rubrik „Krieg“.
Redakteure von Ukrinform bestätigten, dass diese Nachricht auf der Webseite der Nachrichtenagentur nicht veröffentlicht wurde.
Die Propagandisten teilten auch mit, dass die ukrainische Nachrichtenagentur Unian auch über den Tod der Menschen im „Punkt der Unbeugsamkeit“ berichtete und veröffentlichten einen Link zu dieser Nachricht.

Die Recherche im digitalen Archiv Wayback Machine ergab, dass diese Webseite fehlt. Auch die Suche im digitalen Archiv Archive.today blieb erfolgslos.

Der Tod von drei Menschen im „Punkt der Unbeugsamkeit“ dementierte auch die Sprecherin des Leiters der militärischen Administration der Oblast Charkiw Olena Schapowak. Auf die Anfrage von Ukrinform teilte sie mit, dass diese Information der Fake ist.
Die ukrainische Regierung verhandelt laut Ukrinform über einen möglichen Kauf von Terminals des Satelliteninternets Starlink auch für „Punkte der Unbeugsamkeit“.