MH17- Absturz: Generalstaatsanwältin der Ukraine trifft sich mit niederländischem Kollegen

MH17- Absturz: Generalstaatsanwältin der Ukraine trifft sich mit niederländischem Kollegen

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Ukrinform Nachrichten
Die Generalstaatsanwältin der Ukraine, Iryna Wenediktowa, traf sich im Rahmen ihres Arbeitsbesuchs in den Niederlanden mit dem Generalstaatsanwalt des Landes Theo Hofstee und seiner Stellvertreterin und der Leiterin des internationalen Ermittlerteams (Joint Investigation Team JIT) zum Abschuss von Flug MH17, Digna van Boetzelaer.

Dies meldet Ukrinform unter Berufung auf das Büro des Präsidenten.

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Erörtert wurden die völkerrechtliche Zusammenarbeit zwischen den Behörden und weitere Zusammenwirkung im Fall MH17. Seit Anfang September in 2021 leitet die Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa den ukrainischen Teil des internationalen Ermittlerteams. 

Die Generalstaatsanwältin betonte, dass Gerichtsprozesse bezüglich der Verbrechen, die in der Ukraine während des bewaffneten Konfliktes begangen waren, durchaus wichtig seien.

"Wir verfolgen aufmerksam Anhörungen im MH17-Prozess. Wir sind  auch auf die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs gespannt, eine umfassende Untersuchung der Kriegsverbrechen im Donbass und auf der Krim einzuleiten. Trotz des fehlenden Zugangs zu Gebieten, wo Verbrechen begangen waren, gehen wir auf nationaler und internationaler Ebene weiter", erklärte Wenediktowa.

Vertreter der niederländischen Seite stellten auch die außerordentliche internationale Bedeutung der Untersuchung des Abschusses des malaysischen Flugzeuges fest und dankten den ukrainischen Strafverfolgungsbehörden für fruchtbare Zusammenarbeit.

In den Niederlanden im Justizkomplex Schiphol begann am 6. September eine weitere Gerichtssitzung zum MH17-Absturz. Angehörige der MH17-Opfer kommen vor Gericht zum Wort. Iryna Wenediktowa besucht am Donnerstag die Gerichtssitzung.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 über dem zeitweilig besetzten Teil im Donbass abgeschossen worden. Die Maschine war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Alle 298 Insassen (283 Fluggäste und 15 Besatzungsmitglieder) kamen dabei ums Leben. 

Das internationale Ermittlerteam war zur Auffassung gelangen, dass die Maschine mit einem Buk-Raketensystem aus Beständen der 53. Flugabwehrbrigade der russischen Streitkräfte, die in Kursk stationiert ist, abgeschossen wurde. Die internationale Ermittlungsgruppe "Joint Investigation Team" (JIT) sucht derzeit nach Fotos, Videos und Dokumenten in Kursk, von wo aus das Flugabwehrraketensystem Buk entsendet wurde.

Das internationale Ermittlerteam war zur Auffassung gelangen, dass die Maschine mit einem Buk-Raketensystem aus Beständen der 53. Flugabwehrbrigade der russischen Streitkräfte, die in Kursk stationiert ist, abgeschossen wurde. 

Die internationalen Gruppe JIT (Joint Investigation Team) hat am 19. Juni 2019 die Namen von vier Verdächtigten an der Beförderung und des Einsatzes des Luftabwehrsystems des Typs Buk genannt. Das sind der Ex-Offizier des Geheimdienstes FSB, der frühere so genannte "Verteidigungsminister" der so genannten Volksrepublik Donezk ("DNR") Igor Girkin (Strelkow), General und zum Zeitpunkt des Abschusses des Flugzeuges Oberst des militärischen Geheimdienstes des Generalsstabs der Streitkräfte der Russischen Föderation, der Chef des militärischen Geheimdienstes der so genannten "Volksrepublik" Donezk Sergej Dubinski und Oberstleutnant, Spezialeinsatzkräfte des militärischen Geheimdienstes, Oleg Pulatow. Der vierte Verdächtige ist der Bürger der Ukraine  Leonid Chartschenko, der auf der Seite der "DNR" kämpfte.

Das Bezirksgericht von Den Haag begann im März 2020 den Fall des Absturzes von Flug МН17 zu behandeln.

nj


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